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Aus derwesten.de: Integration durch Arbeit

Hattingen. Regina van Dinther ist seit einem Jahr zurück im Düsseldorfer Landtag. Integrationsgesetz als „Meilenstein“.

Als sie lange Jahre Landtagsabgeordnete in der Oppo­sition war, gehörte ihr Hauptaugenmerk den Frauen und Familien. Ab dem Jahr 2005, als sie zur Landtagspräsidentin aufgestiegen war, musste und wollte sie für alle da sein. Jetzt, ein Jahr nachdem Regina van Dinther über die Landesliste wieder ins Düsseldorfer Parlament nachgerückt ist, gehört ihr Herz den Migranten. Gemeinsam mit Landesminister Guntram Schneider hat sie das neue Integrationsgesetz auf den Weg gebracht.

 

Die 53 Jahre alte Winz-Baakerin spricht im Rückblick von einem „Meilenstein“. Das Integrationsgesetz sei eine konsequente Fortsetzung der schwarz-gelben Regierungspolitik. Sie führt dabei die Einführung der Sprachstands­erhebungen an, die Sprach­förderung, die Einrichtung von Familienzentren und die Verabschiedung des Kinderbildungsgesetzes an. „Unsere Hoffnungen gehen dahin, dass ein wesentlich besseres Verstehen einsetzt, dass der Dialog ernsthaft gesucht wird, dass nach­barschaftliche Hilfe und echte Freundschaft entstehen kann“, so Regina van Dinther.

Das Zusammenspiel mit dem Sozialdemokraten Schneider erklärt sie im Gespräch mit der Hattinger Zeitung: „Politik besteht aus Streitgesprächen. Was muss gemacht werden, dass es am Ende gut und gerecht ist.“ ­Dafür sei eine gehörige Portion Erfahrung erforderlich. „Aber auch das reale Leben ist wichtig – man muss Geschichten selbst erlebt haben.“

Im aktuellen Fall Migration und Integration greift Regina van Dinther oft auf ihre Hattinger Erfahrungen zurück: „Als meine Kinder noch kleiner waren, gab es zum Beispiel kein türkisches Kind in Winz-Baak, das nicht in unserem Haus zu Gast war.“

Was wichtig ist: Arbeit. „Leistung muss sich lohnen“ ist so ein Satz, den sie in den Mittelpunkt stellt. „Ich kämpfe dafür, dass dies für alle gilt, denn Arbeit integriert aus meiner Sicht am besten.“

Erarbeitet wurde das Gesetz im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Integration, der sich in der Regel einmal in der Woche trifft. Van Dinther: „Darin geht es um soziale Fragen wie Inklusion und eben Integration, um Gesundheit und den Arbeitsmarkt – Sie glauben gar nicht, wie viele verschiedene Berufsgruppen es gibt.“25 Mitglieder diskutieren im Ausschuss über zwei, drei Stunden.

„Ich bin mit viel Begeisterung dabei, weil es spannende Themen sind“, zieht Regina van Dinther eine erste Bilanz des abgelaufenen Jahres. „Schön ist aber auch, dass ich die Freiheit habe, nicht mehr alles machen zu müssen.“ Das freut auch die Familie.

Michael Brandhoff

 

Quelle: www.derwesten.de

 

© Regina van Dinther 2017