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Aus derwesten.de: Jahrhundertealtes Handwerk hautnah

Hattingen.   CDU ehrt im Alten Rathaus Mitglieder des Bandwebereimuseums mit dem Kultur- und Bürgerpreis

„Wenn Menschen nicht nur ihre Pflicht tun, sondern sich weit darüber hinaus ehrenamtlich engagieren und unser kulturelles Leben bereichern, ist das ein bemerkenswerter Einsatz“, würdigt Ralf Brauksiepe die Mitglieder des Bandwebereimuseums Elfringhausen, denen die CDU den Kultur- und Bürgerpreis verleiht. Im Alten Rathaus macht der Parlamentarische Staatssekretär darauf aufmerksam, dass nicht nur Kohle und Stahl die Region geprägt haben, sondern auch die Textilindustrie. Er verweist auf Weberaufstände im 19. Jahrhundert, die einen sozialen Wandel herbeiführten, und ermahnt, dass die Vergangenheit im Bewusstsein bleiben muss. Menschen, die sich dafür einsetzen, verdienen Auszeichnung und Förderung. „Mitglieder des Bandwebereimuseums sorgen dafür, dass das gesellschaftliche Leben vor Ort nicht stillsteht, sind bürgerschaftlich, bemühen sich um Miteinander und bereiten Menschen mit dem Museum eine Freude.“

„Eine jahrhundertealte Handwerkkunst können Besucher im Bandwebereimuseum hautnah erleben, es zeigt die Entwicklung vom alten Schaften-Webstuhl bis hin zu einem Computer gesteuerten Jacquard-Webstuhl“, so Gerhard Nörenberg, Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzender der CDU.

Urkunde und einen Scheck über 500 Euro nimmt Volker Schlickum, Vorsitzender des Bandwebereimuseums, dankend und freudig entgegen. Er nennt die Familien, die sich seit Jahren ehrenamtlich für die Geschichte der Webkunst engagieren. Stellvertretende Bürgermeisterin Barbara Niemann erinnert an eine Frau, die nicht bei der Preisverleihung sein kann, weil sie im Museum an der Kasse sitzt.

Vorsitzender Volker Schlickum unterstreicht: „In unserer Region wurden wertvolle Stücke für Prinzen hergestellt. Die Revolution hat bewirkt, dass sich nicht nur Adelige und reiche Kaufleute die kunstvollen Webereien leisten konnten, sondern auch ärmere Handwerker.“

Seine Frage, „Wo gibt es heute noch Menschen, die dieses komplizierte Handwerk ausführen können?“, greift die ehemalige Landtagspräsidentin Regina van Dinther auf, fordert, dass das Bildungssystem sich mehr dafür einsetzt, Theorie und Praxis zu verbinden und spricht sich für Brücken zwischen Altem und Neuem aus.

Quelle: www.derwesten.de

© Regina van Dinther 2017