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Lebenslagen von Jungen stärker in den Fokus nehmen

Die CDU-Landtagsfraktion hat eine Große Anfrage mit dem Titel „Gezielte Förderung nicht nur bei Mädchen - Lebenslagen von Jungen stärker in den Fokus nehmen!“ beschlossen (Drs. 16/8472). Dazu erklären die gleichstellungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Regina van Dinther, und der CDU-Sozialexperte Walter Kern:

Regina van Dinther: „Geschlechterbezogene Pädagogik wurde bisher vorwiegend als Mädchenarbeit wahrgenommen und umgesetzt. Erst seit der Jahrtausendwende stehen Jungen stärker im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Allerdings ist diese Thematik häufig begleitet von grundsätzlichen Vorannahmen über Jungen als benachteiligtes oder bevorzugtes Geschlecht. Dies erschwert eine unvoreingenommene Analyse männlicher Lebenswelten und eine entsprechende Gestaltung pädagogischer Maßnahmen und Angebote. Daher fristet die geschlechterbezogene pädagogische Arbeit mit Jungen in pädagogischer Praxis und Forschung immer noch ein Randdasein.“

Walter Kern: „Wir wollen von der Landesregierung den Status Quo der Jungenarbeit und Jungenpädagogik geklärt bekommen. Sie muss Auskunft darüber geben, welche Maßnahmen es im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe und der Schulen gibt. Unsere Initiative soll Anregungen zur weitergehenden Diskussion über die Lebenslagen von Jungen in der Altersgruppe von 0 bis 27 Jahren liefern. Fakt bleibt aber, dass es nicht alleine um ein Mehr von Jungenarbeit und Jungenpädagogik, sondern um ein Mehr von geschlechterbezogener Reflexion der verschiedenen gesellschaftlich relevanten Maßnahmen und Angebote geht.“

© Regina van Dinther 2017