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Aus derwesten.de: Über die Zukunft des Rettungsdienstes im Kreis

Im Dezember 2014 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass Träger des Rettungsdienstes an Hilfsorganisationen direkt vergeben dürfen, ohne vorher eine Ausschreibung durchzuführen. Die in Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Ennepe-Ruhr-Kreis mitwirkenden Hilfsorganisationen haben sich jetzt mit Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung getroffen, um das Rettungswesen auf solide Beine zu stellen. Gesprächspartner waren die CDU-Landtagsabgeordnete Regina van Dinther, CDU-Kreisfraktionschef Oliver Flüshöh und SPD-Kreisfraktionschef Olaf Schade.

Frank Sarangi, stellvertretender Vorsitzender des ASB-Landesverbandes NRW machte deutlich, dass der ASB weiter an einer guten Zusammenarbeit innerhalb des EN-Kreises interessiert ist: „Das Duale System hat sich in der Vergangenheit bewährt. Wir sind dazu bereit, gemeinsam neue Wege zu gehen und ein starker Partner zu bleiben“. Er stellte klar, dass das neue Landesrettungsgesetz ein Schritt in die richtige Richtung ist: „Das Gesetz erkennt uns Hilfsorganisationen auch zukünftig als qualitativ hochwertigen und verlässlichen Partner an, darüber freuen wir uns sehr“.

Sascha Rolf Lüder vom DRK-Landesverband Westfalen-Lippe stellte die Rechtsentwicklung des Landesrettungsgesetzes vor. „Im Frühjahr dieses Jahres ist mit dem neuen Landesrettungsgesetz zu rechnen“, erklärte er und stellte heraus, dass das DRK hoffnungsvoll in die Zukunft blickt: „Wir haben den Schulterschluss zwischen Hilfsorganisationen, Politik und Verwaltung in der Vergangenheit immer geschafft und wünschen uns das auch für die Zukunft, mit einem neuen Gesetz.“

Auch über die Beschaffung neuer Fahrzeuge wurde gesprochen. Möglicherweise ist dies bald Aufgabe des Kreises. Unklar ist, ob vorhandene Fahrzeuge übernommen werden und wer sich in Zukunft um die Verwaltung dieser kümmern wird. Benjamin Wobig, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Ruhr-Lippe, sieht einen dringenden Bedarf: „Wir sind alle an einem gut funktionierenden System interessiert, allerdings muss eine vertragliche Absicherung stattfinden. Wir unterstützen den Kreis dabei gerne.“

Quelle: derwesten.de

© Regina van Dinther 2017