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Regina van Dinther zu den Äußerungen der Ministerpräsidentin zur Frauenquote: Bei Gleichstellung vor der eigenen Haustür kehren

Zur Äußerung von Ministerpräsidentin Kraft im Gespräch mit der Zeitschrift „Brigitte“, dass Deutschland „noch nicht so weit“ bei der Gleichstellung sei, erklärt Regina van Dinther, die frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion:

"Frau Kraft ist unglaubwürdig. Sie klagt in Berlin über mangelnde Gleichstellung – und macht in Nordrhein-Westfalen ihre Hausaufgaben nicht. Einer von der Landesregierung in Auftrag gegebenen Studie der Uni Leipzig zufolge ist der Frauenanteil in den öffentlichen Gremien in unserem Bundesland überdurchschnittlich gering. In über 1500 öffentlichen Gremien, bei Landesbetrieben und kommunalen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen liegt der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen im Schnitt bei rund zehn Prozent. In den Aufsichtsgremien ist weniger als jedes vierte Mitglied eine Frau.

Es ist auch hier nur bei wirkungslosen Appellen geblieben. Die mehrfach angekündigte Reform des Landesgleichstellungsgesetzes wurde bis heute noch nicht einmal in Angriff genommen. Die Landesregierung sollte besser ihre eigenen Hausaufgaben erledigen, bevor sie vollmundige Apelle mit ausgestrecktem Zeigefinger an die Privatwirtschaft richtet. Die Politik hat schließlich unmittelbar Einfluss auf die Besetzung von Führungsposten.

Das Scheitern an der eigenen Frauenquote reiht sich lückenlos in die schlechte Halbzeitbilanz der rot-grünen Landesregierung ein.“

Quelle: www.bundespresseportal.de

© Regina van Dinther 2017