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Aus derwesten.de: Hattinger Handballer im Dreierpack

Hattingen. „Wo ist Tristan?“ fragt Matthias Katzenmeier Moritz und Philipp van Dinther. Die beiden sind fertig zum Handballtraining umgezogen. Kurz darauf biegt Tristan van Dinther, seine Sporttasche geschultert, um die Ecke. Die drei spielen zusammen bei der DJK Märkisch Hattingen in der Herrenmannschaft.

 

Seit Ende 2011 sind sie für die DJK aktiv, davor spielten sie rund zehn Jahre für den VfL Winz-Baak, bis es im Verein zu Unstimmigkeiten kam. Ein Jahr liefen sie für die Nordstädter zu dritt für die Herren auf, zuvor auch schon gemeinsam in der A-Jugend. In den unteren Jugendmannschaften waren die Cousins Tristan (22) und Moritz (21) van Dinther auch stets in einem Team. Tristans jüngerer Bruder Philipp (20) spielte eine Jugend darunter.

Durch Tristan, der sich als Erster mit einigen seiner ehemaligen Klassenkameraden aus der Grundschule dem Handball widmete, entstand die Bindung zum Ballsport. Sein Bruder und Cousin zog er mit. „Wir hatten auch in etwa denselben Freundeskreis“, sagt Moritz. Und die Freunde spielten fast alle Handball. So fiel Moritz und Philipp die Entscheidung zur ihrer heutigen Lieblingssportart nicht schwer.

Brüder sind beide Kreisläufer

Die beiden Brüder bekleiden die Kreisläufer-Position. Für sie ist es kein Problem, wenn einer mal nicht spielt. „Dann kann auch jeder von uns eine halbe Stunde Gas geben, wenn wir in der Halbzeit füreinander ausgewechselt werden“, sagt Tristan und ergänzt: „Wenn mein Bruder dann auch gut spielt, freue ich mich für ihn mit.“ Bei einem Fremden würde eher mal ein kleiner interner Konkurrenzkampf auftreten. Cousin Moritz bekleidet im Moment die halblinke Position oder spielt als Linksaußen. „Am Anfang habe ich sie alle beobachtet, um festzustellen, ob es Familien-Rivalität gibt“, sagt sogar Trainer Matthias Katzenmeier.

Die van Dinthers haben aber Spaß daran, zusammen in einem Team zu spielen. Früher haben sie auch zuhause mal miteinander trainiert. Heute geht jeder seinen eigenen Weg, Manchmal schauen die drei aber Handball im Fernseher. Auch an den Wochenenden sehen sie sich nach oder vor den Pflichtspielen. Denn dann speist die gesamte Familie van Dinther gemeinsam. Thema am Mittagstisch ist dann natürlich auch Handball. Die Eltern, die ihre Jungs früher abwechselnd zum Training brachten, schauen heute ab und an immer noch bei Spielen zu. So reden alle über die anstehenden Aufgaben.

Wenn eine Familienfeier ansteht, fallen unter Umständen mal alle drei Handballer auf einmal aus. Dann muss sich ihr Trainer eine neue Taktik überlegen, weil kein Kreisläufer mehr im Kader steht. „Man merkt das dann schon, weil sie alle Leistungsträger sind und mir Qualität fehlt“, so Katzenmeier.

Doch meistens sind sie alle Trainings- und spielbereit. „Ausreden gibt es auch nicht, wenn mal jemand keine Lust hat“, sagt Philipp. Das merken die anderen beiden sofort. Und so motivieren sie sich gegenseitig zum Handball. Bei dem sie mittlerweile die Stärken und Laufwege der anderen sehr genau kennen.

Hendrik Steimann

Quelle: derwesten.de

© Regina van Dinther 2017