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Kindergarteneintritt mit drei Jahren von Rot-Grün offenbar politisch nicht mehr gewollt

Wie bereits in den Beratungen des Fachausschusses, verkennt Rot-Grün weiterhin die Problemlagen im Zuge der Umsetzung des U3-Rechtsanspruchs. Vielfach gibt es für überdreijährige Kinder keinen Betreuungsplatz, da jüngere, bereits im System befindliche Kinder irgendwann älter werden und diese Plätze durch das „Hereinwachsen“ einnehmen. Die Versorgungsengpässe im Ü3-Bereich führen damit zu einer verdeckten Kitapflicht. Viele Eltern bekommen nämlich in der Praxis den Rat, ihr Kind bereits so früh wie möglich in einer Einrichtung anzumelden, anstatt sie zu Hause zu erziehen oder in die Kindertagespflege zu geben. Begründung hierfür: Bei einem späteren Einstieg ins Betreuungssystem würden Eltern nur schwer den benötigten Platz für ihr Kind finden – erst recht nicht in der Wunsch-Kita.

 

Aus Sicht der CDU ist das eine erhebliche und unzulässige Einschränkung der Elternwahlfreiheit. SPD und Grüne haben in dieser Woche dem von der CDU-Landtagsfraktion eingebrachten Antrag „Versorgungsengpässe in der Ü3-Betreuung ernstnehmen und frühzeitig beseitigen!“ (Drs. 16/4431) eine Absage erteilt und damit ihre Unterstützung im Sinne flexibler wie praktikabler Lösungen verweigert. Es gibt zu denken, dass der Kindergarteneintritt mit erst drei Jahren von Rot-Grün politisch offenbar nicht mehr gewollt ist.

 

© Regina van Dinther 2017